Kanzlei Seeland
Wirtschaftsmediation (IHK) - Familienmediation -
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Das Mediationsverfahren

Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem die Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben (MediationsG §1 Abs1)

Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt. (MediationsG §1 Abs. 2)

Um ein Mediationsverfahren durchzuführen, müssen also bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die wichtigsten Voraussetzungen sind:

  1. Freiwilligkeit. Niemand kann Sie zu einer Mediation zwingen. Sie müssen sich aus eigenem Antrieb und aus freien Stücken für eine Mediation entscheiden. Wer sich für oder gegen etwas entscheiden soll, muss vor der Wahl umfassend über alle Vor- und Nachteile die seine Entscheidung betreffen informiert werden. Es liegt in der Verantwortung des Mediators, das Sie vor ihrer Entscheidung umfassend - meist im so genannten Vorgespräch - aufgeklärt werden.
  2. Vertraulichkeit. Stellen Sie sich vor, Sie streiten mit ihrem Arbeitgeber vor Gericht. Im Verfahren kommt ihr angebliches Verhalten, ihr Gehalt und wer weiß noch was zur Sprache. Ihr Nachbar, der sie sowieso nicht leiden kann, sitzt im Zuschauerraum und schreibt genüsslich mit. Tolles Gefühl oder? Mediation ist anders. Die Mediation ist vertraulich, Dritte haben nichts in der Mediation verloren. Der Mediator unterliegt der Schweigepflicht, er stellt außerdem sicher, meist mit dem Mediationsvertrag, das alle in der Mediation zur Sprache gekommenen Informationen nicht gegen den Mitteilenden genutzt werden können, auch nicht in einem später vielleicht doch notwendigem Prozess. Nur unter den Voraussetzungen der absoluten Vertraulichkeit können die Konfliktparteien offen und angstfrei über die den Konflikten zugrunde liegenden Bedürfnissen und Interessen kommunizieren.
  3. Eigenverantwortlichkeit. Konfliktlösungen werden unter Berücksichtigung der Bedürfnisse, Gefühle und Interessen aller Konfliktparteien von den Konfliktparteien erarbeitet. Nur die Parteien selbst wissen, was für sie die beste Lösung ist, nur sie selbst wissen womit sie zufrieden sein können. Nur zufriedene Konfliktparteien können den Streit ein für alle Mal "begraben". Damit die Medianten (Konfliktparteien) diese Ziel erreichen können, stellt der Mediator ein strukturiertes Verfahren - eben die Mediation - zur Verfügung. Er sorgt dafür das die Medianten ihre Sprachlosigkeit überwinden und wieder ein gewisses Maß an Verständnis füreinander aufbringen und das die oft vorhandenen Aggressionen, Ärger und Wut überwunden werden.
  4. Ergebnissoffenheit. Seine Interessen ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen zu wollen hat zu dem Konflikt geführt. Aber auch ein Nachgeben um es lieben Friedens Willen ist nicht das Ziel. Die Medianten müssen zunächst über alle bestehenden Bedürfnisse und Interessen "im Bilde" sein um sich auf eine Lösung zu verständigen die allen zu gute kommt.

Zusammengefasst ist das Mediationsverfahren also eine Methode, die in einem geregelten, in einem in einzelne Schritte und Phasen zerlegtem, Geschehensablauf Konflikte konstruktiv und und einvernehmlich beilegt. An den Mediator sind dabei besondere Anforderungen zu stellen,ihm kommen dabei besondere Aufgaben zu. Diese Anforderungen und Aufgaben sind auf der nächsten Seite beschrieben.

Das Mediationsverfahren
Das Gerichtsverfahren
 Der Mediator
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 Wie entsteht ein Streit
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 Interessante Urteile